ÖBB Südstrecke
Wie man der Zukunft einen Namen gibt

Mit rund 470 Kilometern Länge zählt die Südstrecke zu den größten Infrastrukturprojekten Europas. Über Jahrzehnte hinweg entstehen neue Verbindungen zwischen Regionen, Städten und Wirtschaftsräumen. Wie kann ein so langfristiges Projekt im Hier und Jetzt verständlich kommuniziert werden, wenn seine größte Wirkung erst in Zukunft erlebbar wird?

Mit rund 470 Kilometern Länge zählt die Südstrecke zu den größten Infrastrukturprojekten Europas. Über Jahrzehnte hinweg entstehen neue Verbindungen zwischen Regionen, Städten und Wirtschaftsräumen. Wie kann ein so langfristiges Projekt im Hier und Jetzt verständlich kommuniziert werden, wenn seine größte Wirkung erst in Zukunft erlebbar wird?

Von der Südbahn zur Südstrecke

Die Südstrecke bedeutet weit mehr als den Bau neuer Tunnel und Gleise: Sie schafft kürzere Wege und mehr Mobilität und vernetzt Menschen dadurch enger miteinander. Aus dieser Erkenntnis entstand die Neupositionierung von der „Südbahn“ zur „Südstrecke“. Entwickelt wurde eine eigenständige Identität mit modularen Bildzeichen für alle Teilprojekte (z.B Koralmbahn, Semmering Basistunnel, Pottendorfer Linie,…).

Eine Marke für ein Jahrhundertprojekt

Mit dem Leitgedanken „Mehr erfahren“ entstand eine kommunikative Klammer, die zum Entdecken, Verstehen und Reisen einlädt. Sie macht die zukünftige Wirkung des Projekts schon heute erlebbar und übersetzt technische Infrastruktur in eine Geschichte über Verbindung, Mobilität und Fortschritt. Die durchgängige Bildwelt sowie das Editorial- und Webdesign verleihen der Südstrecke eine klare, unverwechselbare Stimme innerhalb der ÖBB.

Neben Branding, Informationsdesign und digitalen Anwendungen entstand mit InfoRail Südstrecke eine mobile Ausstellung, die das Projekt einem breiten Publikum verständlich macht.

InfoRail – Die Zukunft erlebbar machen

Die Gestaltungselemente der Ausstellung wirken vertraut, denn sie greifen auf Bestehendes aus der ÖBB-Welt zurück: In neun roten Metallröhren wurden originale Schienen, Cityjet-Sitze, Monitore sowie Foto- und Informationstafeln installiert, die die Dimension der Südstrecke vermitteln. Gebaut wurde die InfoRail von den Lehrlingen der ÖBB-Lehrwerkstätte Floridsdorf gemeinsam mit Andreas Strauss, bildwerk, koop und WHY. Seit beinahe einem Jahrzehnt reist die Ausstellung durch Österreich und erzählt die Geschichte eines Infrastrukturprojekts, das die Mobilität des Landes für Generationen prägen wird.

Künftig wird die Südstrecke Millionen Menschen verbinden und Österreich als Mobilitäts- und Wirtschaftsstandort stärken. Im Heute schafft ihre Kommunikation Identifikation mit dem Projekt und Vorfreude auf die Zukunft. Der Name „Südstrecke“ hat sich längst etabliert und ist heute fixer Bestandteil der ÖBB-Kommunikation. Aus einer strategischen Markenentwicklung wurde die Identität eines Jahrhundertprojekts.

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